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Was ist ein Kartenzugangssystem? Karte, Passwort, Fingerabdruck, Gesicht

Kurze Antwort
Ein Kartenzutrittssystem ist ein elektronisches Kontrollsystem, das festlegt, von wem und zu welchen Uhrzeiten eine Tür geöffnet werden kann. Der Leser erkennt die Person an Karte, Code, Fingerabdruck oder Gesicht, die Steuerzentrale prüft die Berechtigung und öffnet das elektrische Schloss. Jeder Durchgang wird aufgezeichnet. Bei biometrischen Verfahren müssen zusätzlich die Pflichten nach KVKK geprüft werden.
Aus welchen Teilen besteht das System?
Ein Zutrittskontrollsystem besteht aus vier Teilen. Der Leser sitzt neben der Tür und erkennt die Person. Die Steuerzentrale nimmt die Information vom Leser entgegen und prüft, ob diese Person zu dieser Uhrzeit durch diese Tür gehen darf. Das Schloss wird auf Befehl der Zentrale geöffnet. Die Software ist der Ort, an dem Benutzer, Berechtigungen und Durchgangsprotokolle verwaltet werden.
In einem kleinen Büro können eigenständige Geräte mit nur einer Tür, bei denen Leser und Zentrale in einem Gehäuse sitzen, ausreichen. Bei mehreren Türen, Etagen oder Gebäuden werden Zentralen verwendet, die an eine zentrale Software angebunden sind. So wird die Berechtigung eines ausgeschiedenen Mitarbeiters mit einem Klick von allen Türen entfernt.
Der Unterschied zwischen eigenständigen Geräten und einem zentralen System wird mit steigender Türzahl deutlicher. Wenn an fünf Türen fünf einzelne Geräte hängen, müssen Sie einen neuen Mitarbeiter an jedem Gerät einzeln anlegen, und die Protokolle liegen an fünf verschiedenen Orten. Im zentralen System legen Sie den Benutzer einmal an und wählen aus, durch welche Türen er zu welchen Uhrzeiten gehen darf. Auch wenn Sie heute nur für eine Tür installieren, verringert die Wahl einer erweiterbaren Zentrale den Bedarf an Neuinvestitionen, falls Sie später Türen hinzufügen möchten.
Karte, Code, Fingerabdruck, Gesicht: was wann?
Die Erkennungsverfahren unterscheiden sich in Komfort, Sicherheit und Kosten. Die meisten Systeme unterstützen mehrere Verfahren gleichzeitig; so kann zum Beispiel am Büroeingang die Karte und im Serverraum Karte und Code gemeinsam verlangt werden.
- Karte (RFID): schnell und günstig. Geht die Karte verloren, wird sie gesperrt. Dass die Karte an eine andere Person weitergegeben wird, lässt sich nicht verhindern.
- Code: Es müssen keine Karten ausgegeben werden. Ein Code wird leicht geteilt, und die Tasten nutzen sich mit der Zeit ab und verraten Hinweise.
- Fingerabdruck: an die Person gebunden, nicht teilbar. Bei schmutzigen, verletzten oder sehr trockenen Fingern kann das Lesen schwieriger werden.
- Gesichtserkennung: berührungslos und schnell. Lichtverhältnisse und Kamerawinkel müssen richtig eingestellt sein.
- Telefon (Bluetooth oder NFC): macht das Mitführen einer Karte überflüssig. Akkuladung des Telefons und App-Kompatibilität können Probleme machen.
- QR-Code: praktisch, um Gästen vorübergehenden Zutritt zu gewähren.
Die Kartentechnologie macht den Unterschied
Nicht alle Karten sind gleich sicher. Die Nummer in älteren Niederfrequenzkarten lässt sich leicht auslesen und kopieren. Verschlüsselte Hochfrequenzkarten sind gegen Kopieren deutlich widerstandsfähiger. Der Kostenunterschied ist im Vergleich zur Sicherheitslücke der Karte meist gering.
Wenn Sie ein bestehendes System erweitern, prüfen Sie, ob die neuen Leser die alten Karten lesen können. Der Austausch der Karten aller Nutzer bedeutet sowohl Kosten als auch Zeit. Bei einer Neuinstallation verringert die Wahl verschlüsselter Kartentechnologie von Anfang an den späteren Änderungsbedarf. Auf die Karte können Foto und Name gedruckt werden; so erkennt der Wachmann auf einen Blick, wem die Karte gehört, und die Kartennutzung wird mit dem Ausweis verbunden.
Expertenhinweis: Fragen Sie bei der Auswahl der Karte den Verkäufer, ob die Karte verschlüsselt ist und wie sie gegen Kopieren geschützt wird. Die bloße Angabe der Frequenz ist keine Antwort auf diese Frage.
Schlosswahl und Brandschutz
Der Schlosstyp, der die Tür hält, wird nach dem Aufbau der Tür und dem Sicherheitsbedarf gewählt. Das Magnetschloss wird an der Türzarge befestigt, hält die Tür, solange Strom anliegt, und öffnet bei Stromausfall. Der elektrische Türöffner (Bas-Aç) wird am Schließblech der Tür angebracht; es gibt zwei Typen, die bei Stromausfall offen oder verschlossen bleiben. Bei Glastüren werden spezielle Anschlussteile verwendet.
Bei Türen im Fluchtweg muss sich die Tür bei Stromausfall oder bei einem Brandalarm öffnen. Deshalb sind die Anbindung der Zutrittskontrollzentrale an die Brandmeldeanlage und ein Nottaster neben der Tür wichtig. Welche Tür als Fluchtweg gilt und wie sie sich verhalten muss, wird im Rahmen der Verordnung über den Brandschutz von Gebäuden und des Brandschutzprojekts beurteilt; das sollte bei der Planung geprüft werden.
Damit das Schloss nicht verriegelt, bevor die Tür geschlossen ist, werden außerdem ein Türschließer (hydraulischer Arm) und ein Magnetkontakt ergänzt, der den Türzustand meldet. So erscheint eine offen gebliebene Tür in der Software als Alarm, und das Personal wird zum Schließen der Tür geleitet.
Biometrische Daten und KVKK
Fingerabdruck- und Gesichtsdaten gelten im Gesetz Nr. 6698 über den Schutz personenbezogener Daten als besondere Kategorien personenbezogener Daten. Die Verarbeitung dieser Daten unterliegt strengeren Bedingungen. Der Arbeitgeber muss den Beschäftigten erklären, warum er das biometrische Verfahren nutzt, festlegen, wo und wie lange die Daten gespeichert werden, und die erforderliche Rechtsgrundlage schaffen.
Die Behörde für den Schutz personenbezogener Daten hat mehrere Beschlüsse zu biometrischen Daten veröffentlicht, in denen die Frage im Vordergrund steht, ob sich derselbe Zweck mit einem weniger eingreifenden Verfahren (zum Beispiel mit einer Karte) erreichen lässt. Deshalb empfehlen wir, vor der Installation eines biometrischen Systems die Einschätzung eines Rechtsberaters einzuholen.
Stellen Sie auf der technischen Seite sicher, dass die Geräte nicht das Bild des Fingerabdrucks, sondern dessen mathematisches Template speichern, ob die Daten im Gerät oder auf dem Server gehalten werden und ob sie verschlüsselt sind. Den Beschäftigten die Wahl zwischen Karte und Biometrie zu lassen, ist ebenfalls ein häufig angewandter Ansatz.
Software und Berichte
Der eigentliche Wert der Zutrittskontrolle liegt in der Software. Wer ist wann durch welche Tür gegangen? Warum wurde nachts die Archivtür geöffnet? Welche Tür blieb lange offen? Die Antworten auf diese Fragen stehen in den Durchgangsprotokollen.
Achten Sie bei der Auswahl der Software darauf, wie einfach sich Benutzer hinzufügen und entfernen lassen, wie Zeitpläne (zum Beispiel kein Zutritt am Wochenende) definiert werden und in welchem Format sich die Protokolle exportieren lassen. Wenn Sie dasselbe System auch für die Zeiterfassung (PDKS) nutzen möchten, besprechen Sie den Datenaustausch mit der Lohnabrechnungssoftware von Anfang an.
Legen Sie auch die Aufbewahrungsdauer der Protokolle fest. Ein Durchgangsprotokoll, das unbegrenzt aufbewahrt wird, belegt unnötig Speicherplatz und kann dem KVKK-Grundsatz widersprechen, Daten nicht länger als erforderlich zu speichern.
Wovon hängen die Kosten ab?
Die Kosten eines Zutrittskontrollsystems hängen von der Zahl der Türen, dem Erkennungsverfahren, dem Schlosstyp, dem Aufbau der Türen, der Kabelstrecke und der Softwarelizenz ab. Glastüren, Holztüren und Stahltüren erfordern unterschiedliche Anschlussteile. Deshalb sollte jede Tür vor Ort begutachtet und ein schriftliches Angebot erstellt werden.
Desa Bilişim installiert in Şanlıurfa Zutrittskontrollsysteme für Betriebe, Schulen und Einrichtungen. Wir können Ihre Türen und die Zahl Ihrer Benutzer gemeinsam bewerten und das passende Verfahren empfehlen.
Häufige Fragen
Was passiert bei einem Stromausfall mit dem Kartenzutrittssystem?
Zentrale und Schlösser werden meist über ein Netzteil mit Akku versorgt und arbeiten bei einem Ausfall eine Zeit lang weiter. Ob das Schloss bei leerem Akku offen oder verschlossen bleibt, hängt vom Schlosstyp ab. Türen im Fluchtweg sollten so installiert werden, dass sie sich bei einem Ausfall öffnen.
Braucht man für ein Fingerabdrucksystem die Einwilligung der Mitarbeiter?
Biometrische Daten sind nach KVKK besondere Kategorien personenbezogener Daten, und ihre Verarbeitung unterliegt strengen Bedingungen. Welche Rechtsgrundlage passend ist, hängt von der Situation des Betriebs ab. Holen Sie vor der Installation die Einschätzung eines Rechtsberaters ein.
Kann man vorhandene Türen mit einer Zutrittskontrolle nachrüsten?
Die meisten Türen lassen sich nachrüsten. Material, Zarge und Öffnungsrichtung der Tür bestimmen den passenden Schlosstyp. Für die Verkabelung wird um die Tür herum ein Kabelweg benötigt; deshalb werden Türen vor Ort begutachtet.
Wählen wir das passende Zutrittsverfahren für Ihre Türen
Teilen Sie uns die Zahl Ihrer Türen und Ihre Benutzerstruktur mit, wir begutachten vor Ort und erstellen ein schriftliches Angebot.





