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Sicherheitsgrad bei Alarmanlagen: Was bedeutet TS EN 50131 Grade 1–4?

Sicherheitsgrad bei Alarmanlagen: Was bedeutet TS EN 50131 Grade 1–4?

Kurze Antwort

TS EN 50131 ist die in der Türkei übernommene Fassung der europäischen Normenreihe für Einbruchmeldeanlagen. Sie teilt Anlagen nach dem Wissen und der Ausrüstung des Täters, dem sie standhalten können, in vier Sicherheitsgrade von Grade 1 bis Grade 4 ein. Der Grad einer Anlage entspricht dem ihrer Komponente mit dem niedrigsten Grad; für Wohnungen und kleine Betriebe wird in der Regel Grade 2, für Betriebe mit wertvollen Gütern Grade 3 in Betracht gezogen.

Was misst der Sicherheitsgrad?

Auf dem Papier ähneln sich Alarmanlagen: Zentrale, Sensoren, Sirene, Bedienteil. Den Unterschied macht, wie sich die Anlage verhält, wenn sie angegriffen wird. Was passiert, wenn ein Sensor abgedeckt wird? Bemerkt die Zentrale, wenn das Sirenenkabel durchtrennt wird? Geht die Meldung trotzdem raus, wenn Telefonleitung oder GSM-Signal ausfallen?

TS EN 50131 ordnet diese Fragen nach Täterprofilen. Die Norm legt fest, gegen jemanden mit welchem Wissen und welcher Ausrüstung die Anlage standhalten muss, und definiert danach vier Grade. Je höher der Grad, desto mehr Schutzmaßnahmen gegen Sabotage werden von Sensoren, Zentrale und Übertragungsweg erwartet.

Die Normenreihe kennt außerdem Umweltklassen. Sie geben an, ob ein Gerät in einem trockenen Innenraum, in einem unbeheizten Lager oder im geschützten bzw. offenen Außenbereich arbeitet. Eine Außensirene, die im Şanlıurfa-Sommer in der prallen Sonne hängt, und ein Bedienteil im Büro gehören nicht zur selben Umweltklasse.

Die vier Grade im Überblick

Die folgenden Beschreibungen fassen den allgemeinen Ansatz der Norm zusammen. Die detaillierten technischen Anforderungen jedes Grades stehen im Normtext.

  • Grade 1: geringes Risiko. Angenommen wird ein Täter mit wenig Wissen über Alarmanlagen, der mit begrenzten Werkzeugen vorgeht.
  • Grade 2: geringes bis mittleres Risiko. Angenommen wird ein Täter mit begrenztem Wissen über Alarmanlagen, der einfache Werkzeuge verwendet. In Wohnungen und kleinen Betrieben die übliche Wahl.
  • Grade 3: mittleres bis hohes Risiko. Angenommen wird ein Täter, der Alarmanlagen kennt und verschiedene Werkzeuge sowie tragbare elektronische Geräte einsetzen kann. Kommt für Gewerbeobjekte mit wertvollen Gütern in Frage.
  • Grade 4: hohes Risiko. Angenommen werden planvoll vorgehende Täter mit fortgeschrittenen Mitteln, um die Anlage zu überwinden. Wird in hochwertigen und kritischen Einrichtungen eingesetzt.

Das schwächste Teil bestimmt den Grad der Anlage

Wird eine Alarmanlage mit einer Zentrale nach Grade 3 und Sensoren nach Grade 2 aufgebaut, hat die Anlage Grade 2. Diese Regel ist beim Lesen von Angeboten sehr wichtig. Ein Anbieter kann betonen, dass die Zentrale einen hohen Grad hat, und die Anlage mit diesem Grad bewerben – haben aber Sensoren, Sirene oder Übertragungsmodul einen niedrigeren Grad, bleibt auch die Anlage auf diesem Niveau.

Fragen Sie im Angebot den Grad jeder Komponente einzeln ab. Hersteller geben in ihren Datenblättern in der Regel an, nach welchem Grad und welcher Umweltklasse sie geprüft wurden. Steht diese Information nicht schriftlich da, verlangen Sie einen Nachweis.

Auch die Installation gehört zum Grad. Werden Geräte mit dem richtigen Grad an der falschen Stelle, mit ungeschützten Kabeln oder ohne angeschlossenen Sabotagekontakt montiert, hat der Grad auf dem Papier in der Praxis keine Entsprechung.

Expertenhinweis: Verlangt Ihre Versicherung für Ihren Betrieb einen bestimmten Alarmgrad, zeigen Sie Ihrem Installateur die Formulierung in der Police. Lassen Sie im Übergabeprotokoll vermerken, nach welchem Grad die Anlage installiert wurde.

Desa BilişimVergleich von Grade 2 und Grade 3
Grade 2Grade 3
Angenommener TäterBegrenztes Wissen, einfaches WerkzeugKennt die Anlage, elektronisches Werkzeug
Typische NutzungWohnung, kleiner BetriebJuwelier, Apotheke, Lager mit Wertgegenständen
SabotageerkennungJaJa
Sensor mit Abdeckerkennung (Anti-Masking)In der Regel nicht erwartetWird erwartet
ÜbertragungswegMeist einerÜberwacht, häufig doppelt

Was ändert sich mit steigendem Grad?

Bei Grade 2 erkennt die Zentrale, wenn das Gehäuse von Sensor, Zentrale oder Sirene geöffnet oder von der Wand abgerissen wird. Das wird als Sabotage- oder Tamperschutz bezeichnet. Bei kabelgebundenen Anlagen wird auch das Durchtrennen eines Kabels bemerkt.

Bei Grade 3 wird zusätzlich eine Anti-Masking-Funktion erwartet, die erkennt, wenn Bewegungsmelder mit einem Gegenstand oder Spray abgedeckt werden. Auf dieser Stufe gewinnt auch die ständige Überwachung des Übertragungswegs an Bedeutung: Die Zentrale sendet in festen Abständen ein Signal an die Leitstelle, und bleibt dieses Signal aus, bemerkt die Leitstelle das. Häufig werden zwei getrennte Übertragungswege genutzt, zum Beispiel Internet und GSM.

Bei Funksystemen rücken mit steigendem Grad der Schutz des Signals vor Störung, die Verschlüsselung und die Erkennung von Signalstörung in den Vordergrund. Ein Funksystem kann als Grade 2 oder Grade 3 eingestuft werden; entscheidend ist, dass die Geräte nach diesem Grad geprüft wurden.

Welcher Grad für Haus, Laden und Lager?

Für die meisten Häuser und Wohnungen ist Grade 2 ein ausreichendes Niveau. Wichtig ist hier, Sensoren an den richtigen Stellen anzubringen, die Sirene an einer schwer erreichbaren Stelle zu montieren und dass die Benachrichtigungskette funktioniert, wenn der Alarm ertönt.

An Orten wie Juwelieren, Apotheken, Elektronikgeschäften sowie Waffen- oder Edelmetalllagern wird Grade 3 in Betracht gezogen. In diesen Betrieben geht man davon aus, dass der Angreifer die Alarmanlage vorher ausgekundschaftet haben könnte; Antimaskierungs-Sensoren und ein überwachter doppelter Übertragungsweg sind deshalb sinnvoll.

An Orten wie Banken, Wertschutzschränken oder kritischer Infrastruktur kommt Grade 4 in Frage. Auf diesem Niveau wird die Alarmanlage zusammen mit physischem Schutz und Sicherheitspersonal in einem eigenen Projekt behandelt.

Im selben Gebäude kann es auch unterschiedliche Risiken geben. Ein Laden im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses und eine Wohnung im Obergeschoss können unterschiedliche Grade verlangen. Oder in einem Betrieb wird die Verkaufsfläche mit Grade 2 geschützt, während für den Raum mit Wertwaren ein separater Grade-3-Bereich geplant werden kann. In diesem Fall muss jeder Bereich nach seinem eigenen Grad bewertet werden.

Fragen für das Angebot

Wenn Sie zwischen Alarmangeboten entscheiden, fragen Sie ausdrücklich nach dem Grad. Kann die Firma dazu keine klare Auskunft geben, kaufen Sie ein System, ohne zu wissen, auf welchem Niveau es ist.

Verlangen Sie die Antworten auf folgende Fragen schriftlich: Nach welchem Grad wurden Alarmzentrale, Sensoren, Sirene und Kommunikationsmodul geprüft? Welchen Gesamtgrad hat das System? Haben die Sensoren eine Antimaskierungs-Funktion? Ist der Übertragungsweg einfach oder doppelt, und was passiert, wenn er unterbrochen wird? Wurden die Sabotagekontakte angeschlossen? Wird nach der Installation jeder Bereich getestet und im Protokoll festgehalten?

Der Grad beeinflusst auch den Preis. Geräte mit hohem Grad sind teurer, aber nicht jeder Ort braucht Grade 3. Einen Grad zu wählen, der nicht zu Ihrem Risiko passt, verschwendet entweder Geld oder lässt den Schutz unzureichend.

Dokumente und Konformität

Die Konformität mit den Normen TS EN 50131 wird durch Prüfungen nachgewiesen, die der Hersteller bei einer unabhängigen Prüfstelle durchführen lässt. Auch die installierende Firma muss ein Übergabedokument erstellen, das zeigt, dass die Produkte korrekt installiert wurden: Bereichsliste, Sensorstandorte, Testergebnisse und Übergabe der Benutzerpasswörter.

Desa Bilişim bewertet bei Alarmprojekten das Risikoniveau vor Ort und schreibt den passenden Grad ausdrücklich ins Angebot. Damit der Grad auch in der Praxis stimmt, testen wir nach der Installation jeden Bereich gemeinsam mit Ihnen.

Häufige Fragen

Kann eine Funk-Alarmanlage Grade 3 erreichen?

Ja. Der Grad hängt nicht davon ab, ob die Anlage kabelgebunden oder per Funk arbeitet, sondern davon, nach welchen Anforderungen die Geräte geprüft wurden. Damit eine Funkanlage Grade 3 erreicht, müssen Sensoren, Zentrale und Übertragungskomponenten nach diesem Grad geprüft sein.

Brauche ich für meine Wohnung eine Alarmanlage mit Grade 3?

Für die meisten Wohnungen reicht Grade 2 aus. Gibt es wertvolle Sammlungen, größere Bargeldbeträge oder eine besondere Auflage der Versicherung, kann Grade 3 in Betracht kommen. Die Entscheidung sollte auf Grundlage einer Risikobewertung getroffen werden.

Ist eine Alarmanlage ohne angegebenen Grad schlecht?

Nicht unbedingt, aber Sie können nicht wissen, wie widerstandsfähig sie ist. Gerade in Betrieben und wenn eine Versicherungsauflage besteht, vermeidet man spätere Streitigkeiten, wenn man mit Produkten arbeitet, deren Grad nachgewiesen ist.

Bestimmen wir gemeinsam den Grad, der zu Ihrem Risiko passt

Lassen Sie uns Ihr Objekt vor Ort ansehen und ein Angebot erstellen, das den Alarmgrad und die Teileliste klar ausweist.

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Wovon hängt der Preis ab?

Der Preis für eine Einbruchmeldeanlage hängt vom Objekt ab; vor allem von folgenden Faktoren:

  • Anzahl der Türen und Fenster
  • Kabelgebunden oder Funk
  • Anzahl und Art der Sensoren
  • Benachrichtigung aufs Telefon
  • Installation zusammen mit Kameras

Für einen genauen Preis sehen wir uns den Standort vor Ort an und erstellen ein schriftliches Angebot.

Nach der Installation

Wir installieren das System nicht und lassen Sie dann allein; auch im Betrieb sind wir für Sie da.

  • Herstellergarantie auf die Geräte
  • Bedienungsschulung bei der Installation
  • Wartung und Reparatur
  • Remote-Support

Garantiedauer und -umfang werden im Angebot je Gerät angegeben. Für Apps beachten Sie bitte unsere Seite zum Remote-Support .

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