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Wie viele Zugangspunkte sind nötig? WLAN-Abdeckungsplanung

Wie viele Zugangspunkte sind nötig? WLAN-Abdeckungsplanung

Kurze Antwort

Die Zahl der Access Points wird nicht allein nach Quadratmetern berechnet. Entscheidend sind das Material der Wände, die Zahl der gleichzeitig verbundenen Nutzer, die genutzten Anwendungen und das Frequenzband. In einem Hotel mit Betonwänden kann für alle paar Zimmer ein Gerät nötig sein, in einem offenen Lager deckt ein einzelnes Gerät eine große Fläche ab. Die richtige Zahl ergibt sich aus einem Vorentwurf auf dem Grundriss und einer Signalmessung vor Ort.

Abdeckung und Kapazität sind nicht dasselbe

In der Wi-Fi-Planung gibt es zwei getrennte Fragen. Die erste ist die Abdeckung: Erreicht das Signal jede Ecke des Gebäudes mit ausreichender Stärke? Die zweite ist die Kapazität: Können alle, die in dieser Ecke gleichzeitig verbunden sind, bequem arbeiten? In einem Konferenzsaal kann das Signal perfekt sein, doch wenn zweihundert Personen gleichzeitig verbunden sind, kann ein einzelner Access Point diese Last nicht tragen.

Deshalb erfolgt die Planung in zwei Schritten. Zuerst wird die Mindestzahl an Geräten ermittelt, die nötig ist, damit das Signal überall ankommt. Dann wird für stark besuchte Bereiche die Kapazität berechnet, und bei Bedarf werden mehrere Geräte in denselben Bereich gesetzt. Besprechungsraum, Speisesaal, Hörsaal und Lobby gehören meist zur zweiten Gruppe.

In der Herstellerbroschüre steht, wie viele Nutzer ein Gerät unterstützt. Diese Zahl ist die theoretische Obergrenze; in der Praxis sinkt mit zunehmender Zahl von Nutzern, die Videogespräche führen oder große Dateien herunterladen, die Zahl der Personen, die bequem arbeiten können, deutlich.

Wie beeinflussen Wände das Signal?

Das Signal wird bei jedem Hindernis schwächer, und diese Dämpfung ist je nach Material sehr unterschiedlich. Eine Trockenbau-Trennwand beeinflusst das Signal wenig. Ziegel mehr, Stahlbetonwände und Stützen deutlich mehr. In den alten Steinhäusern Şanlıurfas und in Gebäuden mit dicken Wänden dringt das Signal nur schwer von einem Raum in den anderen.

Metalloberflächen reflektieren oder blockieren das Signal. Aufzugsschächte, Metallregale, Kühlraumpaneele und verspiegeltes Glas werden in der Planung gesondert markiert. Auch Wasser absorbiert das Signal; am Beckenrand, bei Aquarien und in Lagern, in denen Wasser- und Getränkekartons übereinander gestapelt sind, verengt sich der Abdeckungsbereich.

Auch das Frequenzband wirkt sich aus. Das 2,4-GHz-Band dringt besser durch Wände, hat aber wenige Kanäle und ist überlaufen. Die 5-GHz- und 6-GHz-Bänder bieten höhere Geschwindigkeit und mehr Kanäle, werden aber beim Durchdringen von Wänden stärker gedämpft. Für ein schnelles und stark genutztes Netz müssen die Geräte dichter platziert werden.

Vorgehen je nach Art des Ortes

Jede Gebäudeart hat ihre eigene Platzierungslogik. Die folgenden Punkte sind ein Ausgangspunkt; die genaue Zahl wird durch Messung bestimmt.

  • Hotel: Platzierung nah am Zimmer statt am Flur, bei dicken Wänden Geräte in den Zimmern
  • Schule: ein Gerät pro Klassenzimmer oder pro zwei Klassenzimmer, separate Abdeckung im Flur
  • Büro: im offenen Bereich in regelmäßigen Abständen an der Decke, für Besprechungsräume gesondert
  • Lager: zwischen und über den Regalen, nach den Gängen, in denen Handterminals genutzt werden
  • Fabrik: nach der Lage von Maschinen und Metallstrukturen, staubgeschütztes Gehäuse
  • Konferenzsaal: mit Kapazitätsberechnung, mehrere Geräte

Expertenhinweis: Entlang der Flurdecke aufgereihte Access Points wirken auf dem Papier einfach, doch in Hotels und Wohnheimen erreicht das Signal das Zimmerinnere nur schwach, hinter Tür und Badezimmerwand. Wird im Zimmer eine gute Verbindung gewünscht, werden die Geräte in den Zimmern oder an den Wänden zwischen den Zimmern platziert.

Desa BilişimWas die Zahl der Access Points bestimmt
  • Fläche und Zahl der Stockwerke
  • Wandmaterial und Stützen
  • Gleichzeitig verbundene Personen
  • Frequenzband und Kanalplan
  • Kabel- und PoE-Infrastruktur
  • Netztrennung und Sicherheit

Warum ist der Kanalplan wichtig?

Werden Access Points dicht beieinander aufgestellt und nutzen denselben Kanal, stören sie sich gegenseitig. Dann wird das Netz mit zunehmender Gerätezahl nicht schneller, sondern langsamer. Benachbarte Geräte werden auf verschiedene Kanäle verteilt, und ihre Sendeleistung und Abdeckungsbereiche werden so eingestellt, dass sie sich nicht mehr als nötig überlappen.

In zentral verwalteten Systemen geschieht diese Einstellung weitgehend automatisch; die Verwaltungssoftware hört die Umgebung ab und verteilt Kanäle und Leistung. In einem Netz aus einzeln installierten Heim-Modems entscheidet dagegen jedes Gerät für sich, und Überschneidungen kommen häufig vor. Heim-Modems in einem mehrstöckigen Betrieb über Repeater miteinander zu verbinden, kann die Geschwindigkeit um ein Vielfaches senken.

Verkabelung und Strom

Access Points für Unternehmen werden an das kabelgebundene Netz angeschlossen und beziehen ihren Strom meist mit PoE über dasselbe Kabel. Deshalb wird an jedem Gerätestandort eine Ethernet-Leitung gezogen, und das PoE-Leistungsbudget des Switches wird nach der Gesamtzahl der Geräte gewählt. Die Länge der Leitung darf die 100-Meter-Grenze nicht überschreiten.

Drahtlos miteinander verbundene Mesh Geräte sind dort nützlich, wo sich kein Kabel ziehen lässt, aber jeder drahtlose Hop senkt die Geschwindigkeit. In einem dauerhaften Unternehmensnetz sollte das Backbone kabelgebunden sein; die Drahtlosverbindung sollte nur auf der Nutzerseite verwendet werden.

In einem Neubau oder bei einem Umbau ist es eine günstige Vorkehrung, an den Standorten der Access Points etwas mehr Leitungen als nötig zu ziehen. Ändert sich später der Verwendungszweck eines Bereichs und wird er stärker besucht, muss die Decke für ein neues Gerät nicht erneut geöffnet werden.

Messung vor Ort und Kontrolle nach der Installation

Auf dem Grundriss wird mit einer Planungssoftware ein Vorentwurf erstellt, doch die tatsächliche Wirkung der Wände zeigt sich vor Ort. Bei der Besichtigung kann ein vorläufiger Access Point aufgestellt und das Signal in seiner Umgebung gemessen werden. Diese Messung zeigt die Wirkung von Stahlbetonstützen und unerwarteten Metallstrukturen.

Ist die Installation abgeschlossen, wird durch einen Gang durch das Gebäude eine Abdeckungsmessung durchgeführt und das Ergebnis als Heatmap übergeben. Schwache Stellen sind auf dieser Karte sichtbar und werden durch Änderung von Standort oder Leistung des Geräts korrigiert. Diese Karte dient auch als Vergleich, falls später eine Beschwerde eingeht. Die Messung zu den normalen Nutzungszeiten, bei geschlossenen Türen und mit Menschen im Gebäude statt bei leerem Gebäude, liefert ein realistischeres Ergebnis. Ein volles Klassenzimmer oder ein gefülltes Restaurant ist eine andere Signalumgebung als ein leeres.

Sicherheit und Netztrennung

In stark genutzten Netzen werden Gäste, Personal und Geräte in getrennten Netzen gehalten. Das Gästenetz hat keinen Zugriff auf Firmendateien und Rekorder. Kameras, Registrierkassen und Automatisierungsgeräte arbeiten in einem eigenen Netz. Wird diese Trennung von Anfang an in das Design des Wi-Fi-Netzes eingeplant, entsteht bei der Installation kein zusätzlicher Aufwand.

In öffentlich zugänglichen Netzen wie in Hotels und Wohnheimen kann es gesetzliche Pflichten geben, etwa die Identitätsprüfung der Nutzer und die Protokollierung. Prüfen Sie hierzu die aktuelle Gesetzgebung und ziehen Sie bei Bedarf einen Fachmann zu Rate.

Häufige Fragen

Wie viele Quadratmeter deckt ein Access Point ab?

Eine einzelne Zahl zu nennen, ist irreführend. Ein Gerät, das in einem offenen Lager eine große Fläche abdeckt, kann in einem Hotel mit Stahlbetonwänden auf wenige Zimmer begrenzt sein. Die richtige Zahl wird anhand des Grundrisses und einer Messung vor Ort bestimmt.

Reicht ein Heim-Modem mit Repeater für einen Betrieb aus?

In einem kleinen, einstöckigen Bereich kann es gehen. Wo es mehrere Stockwerke und viele Nutzer gibt, senkt jeder drahtlose Hop die Geschwindigkeit, und die Geräte geraten in Kanalüberschneidungen. Zentral verwaltete Access Points mit kabelgebundenem Backbone sind stabiler.

Wie prüfe ich nach der Installation die Abdeckung?

Man geht durch das Gebäude, führt eine Messung durch, und das Ergebnis wird als Heatmap übergeben. Schwache Stellen sind auf dieser Karte sichtbar und werden durch Standort des Geräts oder Leistungseinstellung korrigiert.

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Wovon hängt der Preis ab?

Der Preis für Netzwerkinfrastruktur variiert je nach Einsatzort; er hängt vor allem von Folgendem ab:

  • Anzahl der Anschlusspunkte und Entfernung
  • Kabelkategorie oder Glasfaser
  • Schrank und Switch
  • Drahtlose Zugangspunkte
  • Beschriftung und Test

Für einen genauen Preis sehen wir uns den Standort vor Ort an und erstellen ein schriftliches Angebot.

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Wir installieren das System nicht und lassen Sie dann allein; auch im Betrieb sind wir für Sie da.

  • Herstellergarantie auf die Geräte
  • Bedienungsschulung bei der Installation
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Garantiedauer und -umfang werden im Angebot je Gerät angegeben. Für Apps beachten Sie bitte unsere Seite zum Remote-Support .

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