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Baustellenkamera: Wie überwacht man das Gelände, bevor Strom und Internet da sind?

Kurze Antwort
Eine Baustellenkamera wird anders geplant als ein System in einem dauerhaften Gebäude: Am ersten Tag des Baus gibt es oft weder Strom noch Internet, die Baustelle verändert sich jeden Monat, und die Kameras müssen mehrmals versetzt werden. Deshalb werden meist leicht transportable Masten- oder Container-Kameras mit 4G-Modem und, falls nötig, Solarmodul und Akku zur Versorgung verwendet. Vorrang haben der Materiallagerplatz, die Baustellenzufahrt und der Bereich um den Kran.
Was schützt eine Kamera auf der Baustelle?
Auf Baustellen sind die häufigsten Verluste Bewehrungsstahl, Kabel, Kupfer, Gerüstmaterial und kleine Handwerkzeuge, die nachts vom Gelände entwendet werden. Diebe beobachten das Gelände oft tagsüber und kommen nachts mit dem Transporter. Die Kamera zeichnet diese Vorfälle auf und warnt bei richtiger Installation außerdem den Nachtwächter oder Sie sofort.
Die zweite Aufgabe der Kamera ist die Verfolgung der Arbeiten auf dem Gelände. Bauunternehmer oder Investor können auch dann, wenn sie nicht jeden Tag zur Baustelle fahren können, per Telefon sehen, dass Beton gegossen wird, Material eintrifft und das Team vor Ort ist. Manche Firmen stellen die Kamera so ein, dass sie in bestimmten Abständen Fotos macht, und erstellen daraus ein Zeitraffervideo des gesamten Baus.
Das Dritte ist der Arbeitsschutz. Wenn es zu einem Unfall kommt, sind Aufnahmen, die zeigen, wie sich das Ereignis entwickelt hat, für die Feststellung der Verantwortung wichtig. Bei dieser Nutzung müssen die Beschäftigten informiert und die Aufzeichnungen nach den KVKK -Regeln aufbewahrt werden.
Wie wird die Kamera ohne Strom versorgt?
Zu Baubeginn gibt es auf der Baustelle meist einen provisorischen Stromanschluss oder einen Generator. Wenn der Generator nachts abgeschaltet wird, geht auch die Kamera aus. Ist ein provisorischer Anschluss vorhanden, wird der Kameraschrank daraus gespeist, aber gegen Unterbrechungen muss eine kleine UPS oder eine Batteriestützung ergänzt werden.
Wenn es gar keinen Strom gibt oder das Gelände sehr weitläufig ist, wird ein Kamera-Set mit Solarmodul und Akku verwendet. Das Modul lädt tagsüber den Akku, die Kamera läuft nachts vom Akku. Die Akkukapazität wird nach dem Verbrauch von Kamera und Modem und danach gewählt, wie viele Tage sie ohne Sonne laufen muss. Da es in Şanlıurfa viel Sonne gibt, ist die Modulseite meist kein Problem; besonders achten muss man auf das Gehäuse, das Akku und Modem bei Sommerhitze schützt.
Expertenhinweis: Setzen Sie bei einer solarbetriebenen Kamera den Akku nicht oben auf den Mast, sondern in einen verschlossenen Kasten im Schatten. Akkus sind auch für Diebe interessant, und hohe Temperaturen verkürzen die Lebensdauer des Akkus.
Internet: 4G-Modem und Datenvolumen
Auf den meisten Baustellen gibt es keine feste Internetleitung. Die Kameras werden an ein 4G-Modem angeschlossen, das das Bild ins Internet überträgt. Hier sind zwei Dinge zu beachten. Das erste ist die Mobilfunkabdeckung auf dem Gelände; bei Baustellen außerhalb der Stadt schwankt der Empfang je nach Anbieter stark und wird vor der Installation vor Ort getestet. Das zweite ist das Datenvolumen; ständige Live-Überwachung und Cloud-Aufzeichnung verbrauchen es schnell.
Die Aufzeichnung auf einem kleinen Rekorder auf dem Gelände oder auf der Speicherkarte in der Kamera zu halten und das Internet nur für Live-Ansicht und Benachrichtigungen zu nutzen, schont das Datenvolumen. Denken Sie daran, dass der Rekorder bei einem Diebstahl ebenfalls gestohlen werden kann; er muss in einen verschlossenen Kasten oder in einen Container gestellt werden.
Gibt es auf dem Gelände mehrere Kameras, muss nicht für jede eine eigene 4G-Leitung beschafft werden. Die Kameras werden auf der Baustelle an einem Punkt zusammengeführt, entweder an einem Switchoder über eine Funkbrücke; das einzelne Modem an diesem Punkt bringt alle ins Internet. Bei langen Strecken, auf denen das Kabel 100 Meter überschreitet, werden eine Funkbrücke oder ein Zwischen-Switch eingesetzt. Diese Anordnung verringert Datenvolumen und Anzahl der Leitungen und erleichtert auch die Fehlersuche.
- 4G-Empfangstest auf dem Gelände durchgeführt
- Stromquelle und Notstrom-Akku geklärt
- Materialbereich wird von der Kamera erfasst
- Kennzeichen am Eingangstor sichtbar
- Rekorder im verschlossenen Kasten
- Regel für nächtliche Bereichsverletzung eingerichtet
- Kontrollgang des Wächters berücksichtigt
- Zeitplan für das Versetzen der Kameras festgelegt
Wo wird die Kamera angebracht?
Da sich der Baustellenplan in jeder Phase ändert, müssen auch die Kamerastandorte nach dem Bauzeitplan überlegt werden. Beim Aushub der Baugrube ist das Gelände offen, im Rohbau wächst das Gebäude und versperrt die Sicht, beim Ausbau wird das Material ins Gebäude getragen.
Zu Beginn sind diese Punkte vorrangig:
Gehen Sie diese Liste mit fortschreitendem Rohbau jeden Monat noch einmal durch. Ein wachsendes Geschoss kann eine Kamera, die in den ersten Tagen den Lagerbereich erfasste, blind machen. Die Entscheidung, die Kamera zu versetzen, in den Wochenplan des Bauleiters aufzunehmen, verkürzt die Zeiten ohne Sicht.
- Baustelleneinfahrt: ein- und ausfahrende Fahrzeuge und Kennzeichen
- Bereich, in dem Bewehrungsstahl, Kabel und Gerüstmaterial gelagert werden
- Baucontainer und Werkzeuglager
- Parkplatz von Kran und Baumaschinen
- Lange Seiten des Bauzauns zur Straße oder zum freien Gelände
Mobiler Mast, Containerdach oder Gebäudefassade
Baustellenkameras werden auf drei Arten platziert. Der mobile Mast ist ein Turm auf einem beschwerten Fuß oder Anhänger, der einige Meter ausgefahren werden kann. Kamera, Modul, Akku und Modem befinden sich auf demselben Turm, und er wird bei Bedarf in eine andere Ecke des Geländes gebracht.
Die Installation auf einem Container ist einfacher; Strom und Internet des Baubüros werden genutzt, die Kameras blicken von den Containerecken auf das Gelände. Mit dem Wachsen des Gebäudes können die Kameras auch am Bauwerk selbst und an den oberen Geschossen des Rohbaus angebracht werden. Eine von oben blickende Speed-Dome-Kamera (PTZ) kann das gesamte Gelände abtasten, aber für die Identifizierung wird am Eingangstor zusätzlich eine feste Kamera benötigt.
Welche Methode geeignet ist, hängt von der Größe des Geländes, der Bauzeit und der Zahl der Versetzungen der Kameras ab. Bei kurzen Arbeiten gehört auch die Miete zu den Möglichkeiten.
Nachtalarm: die Meldung vor der Aufzeichnung
Die Kameraaufzeichnung auf der Baustelle zeigt Ihnen nach dem Vorfall, was Sie verloren haben. Um das Material zu schützen, muss man jedoch während des Vorfalls Bescheid wissen. Dafür wird bei Kameras mit intelligenter Analyse eine Regel für Bereichsverletzung definiert, die nach Feierabend aktiv ist. Betritt eine Person oder ein Fahrzeug den Materialbereich, lässt die Kamera ihre Sirene ertönen, schaltet ihr Licht ein und sendet dem Wächter oder Ihnen eine Benachrichtigung.
Berücksichtigen Sie beim Einstellen der Regel den Kontrollgang des Wächters, der nachts auf dem Gelände bleibt. Kommt jedes Mal eine Warnung, wenn der Wächter vorbeigeht, werden die Benachrichtigungen bald ignoriert. Der Wächter kann die Berechtigung erhalten, die Warnung auf seinem eigenen Telefon aus- und einzuschalten.
Auf dem Gelände können auch Alarmsensoren eingesetzt werden. Ein Türkontakt an der Containertür und ein Bewegungsmelder am Werkzeuglager werden an eine Funkalarmzentrale angeschlossen. Wenn Kamera und Alarm zusammenarbeiten, prüfen Sie sofort anhand des Bildes, ob die Warnung echt ist.
Was passiert, wenn der Bau fertig ist?
Bei der Planung der Baustellenkamera lohnt es sich, auch an das dauerhafte Kamerasystem des Gebäudes zu denken. Gibt es im Bauprojekt bereits Kabelwege für Kameras und einen Serverraum, können nach Abschluss des Baus einige Kameras in das dauerhafte System übernommen werden. Der mobile Mast und das Solar-Set gehen zur nächsten Baustelle.
Desa Bilişim installiert für Baustellen in Şanlıurfa und Umgebung je nach Gelände solarbetriebene Kameras mit 4G-Anbindung. Wir können Ihr Gelände ansehen und einen Belegungsplan nach Bauphasen erstellen.
Häufige Fragen
Muss für eine Baustellenkamera eine Internetleitung gelegt werden?
Meist nicht. Ein 4G-Modem und ein Tarif mit passendem Datenvolumen genügen. Ist der Empfang auf der Baustelle schwach, kann eine externe Antenne verwendet werden. Auf großen, lange laufenden Baustellen werden die Kameras auf eine Festleitung umgestellt, sobald diese verfügbar ist.
Läuft eine solarbetriebene Kamera die ganze Nacht?
Ja, wenn die Akkukapazität passend zum Verbrauch von Kamera und Modem gewählt wird. Die Kapazität wird so berechnet, dass sie auch einige Tage mit bedecktem Himmel überbrückt. Bei kleinen, billigen Sets kann der Akku zu knapp sein; bei der Auswahl sollte eine Verbrauchsberechnung verlangt werden.
Ist es legal, Beschäftigte auf der Baustelle mit Kameras zu überwachen?
Kameras können zu Sicherheits- und Arbeitsschutzzwecken eingesetzt werden, aber die Beschäftigten müssen informiert und ein Hinweisschild muss angebracht werden. In Umkleide- und Ruheräumen werden keine Kameras installiert. Für Einzelheiten empfehlen wir, eine Fachperson für das KVKK zu Rate zu ziehen.
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