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Zentrale Satellitenanlage im Mehrfamilienhaus: Schluss mit dem Schüsselwald

Kurze Antwort
Eine zentrale Satellitenanlage ist eine Einrichtung, bei der eine oder mehrere gemeinsame Schüsselantennen auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses Satelliten- und terrestrisches Fernsehen über eine einzige Kabelinfrastruktur an alle Wohnungen verteilen. Sie beseitigt den Schüsselwildwuchs an den Balkonen, und jede Wohnung sieht mit ihrem eigenen Satellitenreceiver unabhängig den gewünschten Kanal.
Warum ist der Schüsselwildwuchs ein Problem?
Wenn jede Wohnung ihre eigene Schüssel an Balkon oder Fassade hängt, leidet mit der Zeit das Erscheinungsbild des Gebäudes. Mit Dübeln an die Fassade geschraubte Schüsseln durchlöchern Putz und Dämmung, bewegen sich im Wind, und die Kabel werden an den Fensterrändern ins Innere geführt. Wechselt eine Wohnung den Besitzer, bleibt die alte Schüssel häufig an der Fassade.
Manche Balkone zeigen nicht in Richtung des Satelliten. Wer in diesen Wohnungen lebt, kann entweder gar nicht über Satellit fernsehen oder muss mit den Nachbarn streiten, um die Schüssel aufs Dach zu verlegen. Die zentrale Anlage beseitigt auch diese Ungleichheit.
Auch jedes Schüsselkabel, das aufs Dach führt, ist ein eigenes Problem. Die Kabel werden unter der Dacheindeckung, am Schornstein entlang oder über die Fensterbank geführt. Mit der Zeit verschlechtert sich die Isolierung, und Regenwasser sickert am Kabel entlang ins Innere. Da nicht klar ist, wessen Kabel welches ist, übernimmt niemand die Verantwortung.
In Wohnanlagen und Neubauten ist der Verzicht auf Schüsseln an der Fassade oft auch im Verwaltungsplan festgelegt. In diesem Fall ist die zentrale Anlage ein praktischer Weg, damit die Bewohner Satellitenfernsehen empfangen können.
Wie funktioniert das System?
Die auf dem Dach montierte Schüsselantenne sammelt das Signal vom Satelliten. Der LNB vor der Schüssel macht das Signal kabeltauglich. Von dort gelangt das Signal zum Verteiler, dem sogenannten Multiswitch. Der Multiswitch gibt auf das Kabel zu jeder Wohnung das Frequenzband und die Polarisation weiter, die der Receiver dieser Wohnung anfordert. So kann in einer Wohnung eine Nachrichtensendung laufen, während in der Nachbarwohnung ein anderer Kanal geöffnet wird.
Soll auch terrestrischer Empfang möglich sein, wird auf dem Dach eine Antenne ergänzt, und ihr Signal wird über den Multiswitch durch dieselben Kabel zu den Wohnungen geleitet. In der Wohnung lässt sich über eine einzige Dose sowohl Satelliten- als auch terrestrischer Empfang nutzen.
Mit steigender Wohnungszahl werden Multiswitches in Reihe geschaltet oder auf die Stockwerke verteilt. So erhält jedes Stockwerk einen eigenen Multiswitch, und die Wohnungen im Stockwerk werden mit kurzen Kabeln erreicht. Diese Anordnung verringert in hohen Gebäuden den Signalverlust.
In manchen Gebäuden werden statt einer einzelnen Schüssel Schüsseln mit Blick auf zwei verschiedene Satelliten oder eine Anordnung mit Doppel-LNB gewünscht. Das hängt von den Sendern ab, die die Bewohner sehen. Von welchem Satelliten empfangen werden soll, muss vor der Installation mit der Verwaltung geklärt werden; einen zweiten Satelliten nachträglich hinzuzufügen kann eine Änderung am Multiswitch erfordern.
Expertenhinweis: Fragen Sie von Anfang an, wie viele Satellitenreceiver pro Wohnung angeschlossen werden sollen. Wenn im Wohnzimmer und im Schlafzimmer getrennte Receiver gewünscht sind, müssen von dem Multiswitch zwei separate Leitungen zu dieser Wohnung führen.
Verkabelung: der wichtigste Teil der Arbeit
Die Qualität der zentralen Anlage hängt weitgehend vom Kabel ab. In alten Gebäuden sind schwache Koaxialkabel, nachträglich eingefügte Verbindungsstücke und korrodierte Stecker die häufigste Ursache für Bildaussetzer.
Auch in der Wohnung ist wichtig, wo das Kabel verläuft. Offen am Türrahmen oder über der Fußleiste verlegte Kabel werden mit der Zeit gequetscht. Eine Dose an der Wand, an der der Fernseher stehen wird, macht eine Kabelverlängerung überflüssig.
- Die Kabel sollten möglichst durch den gemeinsamen Schacht des Gebäudes oder den Kanal im Treppenhaus geführt werden.
- Zu jeder Wohnung sollte direkt vom Multiswitch ohne Verbindungsstellen eine eigene Leitung gezogen werden.
- Kabel im Außenbereich müssen sonnenbeständig sein und im Kanal geschützt verlaufen.
- Die Stecker sollten Crimp-Stecker sein, Außenverbindungen müssen gegen Wasser abgedichtet werden.
- In den Etagenverteilern sollte beschriftet sein, welches Kabel zu welcher Wohnung führt.
Die Technik auf dem Dach unter den Bedingungen in Şanlıurfa
In den Sommermonaten steigt die Temperatur auf dem Dach auf hohe Werte, und Staub und Wind verschleißen die Technik. Der Schüsselfuß muss an einer stabilen Stelle befestigt sein, der LNB muss für den Außenbereich geeignet sein, und der Multiswitch muss in einem belüfteten Kasten stehen, der keine direkte Sonne bekommt.
Ist auf dem Dach eine Solaranlage vorhanden oder später geplant, muss der Standort der Schüssel entsprechend festgelegt werden. Die Module dürfen die Sicht der Schüssel zum Satelliten nicht verdecken, und der Wartungsweg muss frei bleiben.
In den Wintermonaten sind diesmal Wind und Regen das Problem. Wackelt die Schüssel im Wind, fällt das Bild zeitweise aus. Werden Fußanschlüsse und Ausrichtung der Schüssel einmal im Jahr kontrolliert, nehmen solche Beschwerden ab.
Auch ein sicherer Zugang zum Dach sollte geplant werden. Die Luke oder Leiter, die jemand für die Wartung benutzt, sollte verschlossen und unter Kontrolle der Verwaltung sein. Auf einem Dach, das jeder betreten kann, wird die Ausrichtung der Schüssel leicht verstellt.
Beschluss der Verwaltung und Kostenverteilung
Da die zentrale Satellitenanlage eine Anlage in Gemeinschaftsbereichen ist, ist ein Beschluss der Wohnungseigentümerversammlung erforderlich. Mit welcher Mehrheit der Beschluss gefasst wird und wie die Kosten verteilt werden, hängt vom Verwaltungsplan und den einschlägigen Vorschriften ab. Bei Zweifeln ist es richtig, einen Juristen zu befragen.
Bei der Entscheidung über die Installation sollte auch besprochen werden, wann und wie die alten Schüsseln an der Fassade abgebaut werden. Werden die Löcher, die abmontierte Schüsseln hinterlassen, nicht verschlossen, zieht die Fassade weiterhin Wasser.
In Neubauten ist es viel einfacher, die zentrale Satelliteninfrastruktur schon während des Baus zu planen. Die Lage der Dosen in den Wohnungen und der Kanalraum im Schacht werden festgelegt, bevor die Wände geschlossen sind.
Ein Teil der Bewohner möchte vielleicht weiterhin seine eigene Schüssel nutzen. In diesem Fall sollte im Verwaltungsbeschluss auch besprochen werden, welche Regeln gelten. Der Nutzen der zentralen Anlage zeigt sich dadurch, dass der größte Teil der Schüsseln entfällt.
Wie läuft die Installation ab?
Zuerst werden Dach und Schacht begutachtet: Es wird festgelegt, wohin die Schüssel kommt, auf welchem Weg die Kabel herunterlaufen und wo der Multiswitch steht. Danach werden die Zahl der Wohnungen und die gewünschte Zahl der Leitungen pro Wohnung festgelegt.
Nach Abschluss der Verkabelung wird an der Dose jeder Wohnung das Signal gemessen. Bei einer Anlage, die ohne Messung übergeben wird, zeigt sich ein Problem erst, wenn sich eine Wohnung beschwert.
- Begutachtung von Dach und Schacht
- Festlegung der Zahl der Wohnungen und Leitungen
- Montage von Schüssel und Multiswitch
- Kabel ziehen und beschriften
- Signalmessung in jeder Wohnung
- Abbau der alten Schüsseln
Worauf sollte man beim Einholen eines Angebots achten?
Bei Angeboten reicht es nicht, nur auf die Marke von Schüssel und Multiswitch zu schauen. Es muss klar angegeben sein, für wie viele Wohnungen, wie viele Leitungen pro Wohnung gezogen werden, welche Kabelart verwendet wird, ob terrestrischer Empfang enthalten ist und ob alte Kabel weiterverwendet werden. Der Unterschied zwischen zwei Angeboten kommt meist aus diesen Posten.
Es sollte auch gefragt werden, wie die Wartung nach der Installation erfolgt. Wer kommt an die Technik auf dem Dach, an wen wird eine Störung gemeldet, wer verwahrt den Schlüssel des Multiswitch-Kastens? Sind die Antworten auf diese Fragen unklar, wird bei der ersten Störung die Zuständigkeit zum Streitpunkt.
Gibt es in Wohnanlagen mehrere Blöcke, wird auch gesondert geplant, wie das Signal zwischen den Blöcken transportiert wird. Desa Bilişim prüft in Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen die vorhandene Verkabelung vor Ort und erstellt ein schriftliches Angebot.
Häufige Fragen
Funktioniert unser vorhandener Satellitenreceiver nach dem Wechsel zur zentralen Anlage weiter?
In der Regel ja. Die Wohnungen nutzen weiterhin ihre eigenen Satellitenreceiver. Bei einigen älteren Receivern kann nach der Installation ein erneuter Sendersuchlauf nötig sein.
Wirkt sich eine Störung in einer Wohnung auf die anderen aus?
Wurde zu jeder Wohnung eine eigene Leitung gezogen, beeinträchtigt ein Kabel- oder Receiverdefekt in einer Wohnung die anderen nicht. Fallen jedoch Schüssel, LNB oder Multiswitch auf dem Dach aus, ist das ganze Gebäude betroffen; deshalb ist die Wahl hochwertiger gemeinsamer Komponenten wichtig.
Können die vorhandenen Kabel verwendet werden?
Das hängt von Art und Alter des Kabels und von seinem Verlauf ab. Intakte Kabel ohne Verbindungsstellen sind manchmal brauchbar. Ohne Messung vor Ort zu entscheiden wäre nicht richtig.
Befreien wir die Fassade Ihres Gebäudes von Schüsseln
Schreiben Sie uns die Zahl der Wohnungen und den aktuellen Zustand; wir legen mit Ihrer Hausverwaltung einen Termin für die Vor-Ort-Besichtigung fest.




