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Wie wählt man ein Kameraobjektiv? Der Unterschied zwischen 2.8 mm, 4 mm und motorisiertem Objektiv

Kurze Antwort
Je kleiner der Millimeterwert des Objektivs, desto größeren Bereich sieht die Kamera, aber Details in der Ferne werden kleiner. 2.8 mm sieht einen Raum oder Eingang weit, 4 mm etwas enger und weiter, 6 mm und mehr sind für entfernte Ziele wie Flure, Straßen und Kennzeichen gedacht. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie möchten, erlaubt ein motorisiertes Objektiv, den Winkel nach der Installation einzustellen.
Was ändert der Millimeterwert des Objektivs?
Der Millimeterwert am Kameraobjektiv ist die Brennweite. Dieser Wert bestimmt, wie großen Bereich die Kamera sieht. Ein kleiner Wert bedeutet Weitwinkel, ein großer Wert Tele. Stellen Sie es sich wie das Drehen am Zoom einer Fotokamera vor: Je näher Sie heranzoomen, desto enger wird der Bildausschnitt und desto größer erscheint das Entfernte.
Da die Auflösung der Kamera feststeht, ist das ein Kompromiss. Verteilen sich dieselbe Anzahl Pixel auf einen großen Bereich, entfallen auf jedes Objekt wenige Pixel. Konzentriert man sich auf einen engen Bereich, erhalten die Objekte darin mehr Pixel und sind klarer erkennbar. Die Kamera mit 2.8-mm-Objektiv am Eingang sieht die Tür und ihre Umgebung weit, kann aber das Kennzeichen eines 10 Meter entfernten Fahrzeugs nicht lesen.
Wie viel Grad der Blickwinkel beträgt, hängt nicht nur vom Objektiv, sondern auch von der Sensorgröße ab. Deshalb kann dasselbe 2.8-mm-Objektiv bei zwei verschiedenen Kameras unterschiedlich breite Bilder liefern. Ein Blick auf den horizontalen Blickwinkel im technischen Datenblatt gibt eine genauere Vorstellung.
Wofür eignen sich 2.8 mm, 4 mm und 6 mm?
Die folgenden Zuordnungen sind ein allgemeiner Leitfaden. Die genaue Wahl richtet sich nach dem Abstand der Kamera zum Ziel und danach, was Sie am Ziel sehen möchten.
- 2.8 mm: Raum, Ladeninneres, Türeingang, kleiner Garten. Orte, an denen man einen großen Bereich sehen, aber nicht weit blicken muss.
- 4 mm: mittelgroßer Garten, Eingang einer Wohnanlage, Verkaufsregal. Eine ausgewogene Wahl mit etwas weiterem Blick.
- 6 mm und 8 mm: langer Flur, Straße entlang einer Gebäudefassade, Lagerflur.
- 12 mm und mehr oder motorisiert: Parkplatzeinfahrt, Kennzeichenerkennung, Erkennung einer entfernten Tür.
Wofür ist ein motorisiertes (varifokales) Objektiv gut?
Ein Varifokalobjektiv ist ein Objektiv, dessen Brennweite in einem bestimmten Bereich (zum Beispiel zwischen 2.8 und 12 mm) einstellbar ist. Bei motorisierten Modellen erfolgt diese Einstellung nicht von Hand, sondern aus der Ferne über den Rekorder oder den Computer. Nachdem die Kamera am Mast montiert ist, können Sie den Winkel am Bildschirm enger und weiter stellen und den Fokus automatisch scharf stellen.
Ein motorisiertes Objektiv hilft besonders in drei Fällen: wo die Kamera an einem hohen Mast hängt und ein erneutes Hinaufsteigen mit der Leiter schwierig ist, in Bereichen, in denen sich der Bedarf mit der Zeit ändern kann, und bei Installationen, bei denen sich der genaue Abstand vorher nicht abschätzen lässt. Der Preis dafür ist ein höherer Preis als beim Modell mit Festobjektiv und ein etwas größeres Kameragehäuse.
Ein motorisiertes Objektiv darf man nicht mit einer PTZ-Kamera verwechseln. Eine PTZ-Kamera schwenkt nach links und rechts sowie nach oben und unten und zoomt aus der Ferne. Eine Kamera mit motorisiertem Objektiv blickt dagegen in eine feste Richtung, nur ihr Winkel wird eingestellt.
Expertenhinweis: Lassen Sie Kameras mit motorisiertem Objektiv nach der Installation nicht auf der engsten Einstellung. Bei engem Winkel sammelt die Kamera im Dunkeln weniger Licht. Prüfen Sie Tag- und Nachtbild gemeinsam und wählen Sie eine ausgewogene Einstellung.
Wann kommen Fisheye- und Panoramakameras in Frage?
Fisheye-Kameras (Fischaugen-Kameras) werden an der Decke montiert und zeigen mit Blick nach unten den ganzen Raum in einem Bild. In einem offenen Ladenlokal, einem Café oder einem Wartebereich lässt sich mit einer einzigen Kamera statt mehrerer eine Gesamtübersicht erzielen. Das Bild erscheint rund und verzerrt; der Rekorder oder die Software entzerrt es und teilt es in mehrere einzelne Bilder.
Die Detailleistung dieser Kameras ist begrenzt. Personen am Bildrand erscheinen klein und verzerrt, für die Gesichtserkennung sind sie nicht geeignet. Deshalb wird eine Fisheye-Kamera meist genutzt, um die Gesamtlage zu sehen, und an kritischen Stellen wie Kasse und Eingang wird zusätzlich eine Kamera mit Festobjektiv angebracht.
Panoramakameras setzen dagegen mehrere Sensoren nebeneinander und verbinden einen breiten horizontalen Bereich in einem Bild. Sie werden in langgestreckten Bereichen wie Parkplätzen oder Fabrikgeländen eingesetzt; Preis und Aufzeichnungslast sind höher als bei einer Kamera mit einem Sensor.
Der praktische Weg zum richtigen Objektiv
Beantworten Sie zuerst für jeden Kamerapunkt zwei Fragen: Wie viele Meter ist das Ziel von der Kamera entfernt, und was möchte ich dort sehen? Eine Bewegung zu bemerken, eine Person zu erkennen und ein Gesicht zu identifizieren erfordern unterschiedlich viele Pixel. Für die Identifizierung müssen deutlich mehr Pixel auf das Ziel fallen, das bedeutet ein enges Objektiv oder eine hohe Auflösung.
Berechnen Sie dann mit dem Kameraabstandsrechner, wie breit das Bild im Zielabstand mit dem geplanten Objektiv und der geplanten Auflösung wird und wie viele Pixel auf das Ziel entfallen. Diese Rechnung verringert die Wahrscheinlichkeit, nach der Installation wegen des Winkels die Kamera austauschen zu müssen.
Probieren Sie es zuletzt, wenn möglich, vor Ort aus. Eine Kamera vorübergehend an dieselbe Stelle zu halten und das Bild auf dem Bildschirm zu sehen, zeigt sofort, ob die Rechnung mit der Wirklichkeit übereinstimmt.
Häufige Objektivfehler
Der häufigste Fehler ist, alles mit einer einzigen Kamera sehen zu wollen. Eine Weitwinkelkamera an die Ecke des Gartens zu setzen und damit Tür, Parkplatz und Straße gleichzeitig erfassen zu wollen, erzeugt ein Bild, in dem nirgends brauchbare Details zu sehen sind. Besser ist eine Weitwinkelkamera für die Übersicht und eine eigene Kamera mit engem Winkel für den kritischen Punkt.
Ein weiterer Fehler ist, eine Kamera mit engem Objektiv zu nah zu platzieren. Blickt eine Kamera mit 12-mm-Objektiv auf eine zwei Meter entfernte Tür, sieht sie nur eine Brust oder einen Türgriff. Wer an der Kamera vorbeigeht, ist außerdem nur sehr kurz im Bild.
Auch der Neigungswinkel der Kamera beeinflusst die Objektivwahl. Hängen Sie die Kamera zu hoch und lassen sie mit engem Objektiv nach unten blicken, sieht man statt des Gesichts den Scheitel. An Punkten, an denen eine Identifizierung gewünscht ist, wird die Kamera möglichst nah an der Augenhöhe und mit leichtem Blick von oben auf das Ziel angebracht.
Was bei Außenobjektiven in Şanlıurfa zu beachten ist
Bei staubiger Luft verschmutzt die Frontlinse schnell. Enge Objektive reagieren empfindlicher auf diese Verschmutzung, weil ein kleiner Staubfleck einen großen Teil des Bildausschnitts verschwimmen lässt. Modelle mit Sonnenblende oder solche, die unter einem Vordach angebracht werden können, verringern die Häufigkeit der Objektivreinigung.
Im Sommer fällt die Sonne am Nachmittag direkt in Kameras an Westfassaden. Bei nach Westen gerichteten Kameras Modelle mit Unterstützung für großen Dynamikumfang (WDR) zu wählen und den Winkel so einzustellen, dass die Sonne nicht ins Bild kommt, bewahrt vor Blendung und dunklen Schatten.
Desa Bilişim misst bei der Vor-Ort-Besichtigung für jeden Punkt den Abstand und fügt die Objektivempfehlung auf Grundlage dieser Messung dem schriftlichen Angebot bei.
Häufige Fragen
2.8 mm oder 4 mm, was ist besser?
Was besser ist, hängt vom Ziel ab. Wenn Sie einen schmalen Bereich vollständig sehen wollen, passt 2.8 mm; wenn Sie einen etwas weiter entfernten Punkt klarer sehen wollen, passt 4 mm. Am besten messen Sie den Abstand zwischen Kamera und Ziel und entscheiden dann.
Wie viel mm Objektiv braucht man, um Kennzeichen zu lesen?
Das erforderliche Objektiv hängt vom Abstand der Kamera zum Fahrzeug und von der Spurbreite ab. In den meisten Fällen ist eine Kamera mit Teleobjektiv oder motorisiertem Objektiv nötig, die speziell auf das Kennzeichen ausgerichtet ist. Ohne den Abstand zu messen und zu rechnen, wäre es nicht richtig, einen genauen Wert zu nennen.
Kann der Winkel einer Kamera mit Festobjektiv nach der Installation geändert werden?
Die Blickrichtung der Kamera lässt sich ändern, aber die Bildbreite ändert sich nicht. Wenn Sie ein breiteres oder engeres Bild wollen, wird entweder eine Kamera mit anderem Objektiv montiert, oder man wählt von Anfang an ein Modell mit motorisiertem Objektiv.
Der richtige Winkel, der richtige Abstand
Lassen Sie uns Ihre Kamerapunkte vor Ort ausmessen und für jeden das passende Objektiv im schriftlichen Angebot angeben.





